Hallo zusammen, wir stehen vor dem herausfordernden Verhalten mit unserer 13 Jahre alten Tochter. Wir haben außerdem zwei Jungs von sechs und 10 Jahren. Vorab: Die Große war von Geburt an ein High-Need-Kind mit geringem Schlafbedürfnis, dass sehr anhänglich war. Als Kindergartenkind fiel uns eine hohe Introvertiertheit auf, sie spricht einfach nicht über die Dinge, die in ihr vorgehen und litt z.B. lieber im Kiga an starken Bauchschmerzen, als den Erzieherinnnen etwas zu sagen. Des Weiteren tat und tut sie sich schwer damit, ihre eigenen Grenzen zu verbalisieren und sagt entweder nichts oder wird sehr wütend und ausfallend (nur innerhalb der Familie). Das ist in der gesamten Schulzeit trotz viel Unterstützung und Hilfe unsererseits und zwei Jahren Ergo so geblieben. In der Schule fühlt sie sich laut eigener Aussage wohl, hat Freundinnen, gute Noten und geht jeden Morgen entspannt zur Schule. Die Rückmeldung der Lehrkräfte ist positiv, sie sei nur etwas ruhiger.
Nun zu unserem Problem: Seit ca. einem Jahr ist sie uns gegenüber in vielen Situationen extrem unfreundlich und genervt. Man darf nichts fragen, kein Interesse zeigen etc. Wir halten uns schon zurück, möchten aber auch, dass sie weiß, dass wir uns für sie interessieren. Sie erzählt nichts, wirklich nichts und wir machen uns einfach Sorgen, dass sie noch verschlossener wird.
Am liebsten wäre sie den ganzen Tag auf ihrem Zimmer und würde am Handy hängen. Das ist leider ein riesiger Streitpunkt, da ihre Medienzeiten unkontrolliert in den zweistelligen Stundenbereich rutschen. Das geht natürlich nicht, haben wir ausprobiert, um zu schauen, ob sie es alleine regeln kann. Das Ergebnis: Wir regulieren das W-LAN und ist dauermotzig. Ihren Hobbys geht sie aber gerne nach und trifft sich auch immer wieder mal mit Freundinnen. Das sind allerdings keine sehr engen Beziehungen, auch wenn sie stabil und langjährig sind. Aber sie gibt einfach nichts von sich preis …
Sie ist generell extrem genervt vom Familienleben und regt sie z.B. beim Essen ständig über ihre Brüder auf.
Für uns ist diese Situation schwer aushaltbar. Wir haben großes Verständnis und stehen der Pubertät eigentlich gelassen gegenüber. Aber wir haben das Gefühl, dass wir und auch andere Menschen wirklich gar nicht mehr an sie rankommen.
Wie seht ihr diese Situation?
Hallo Germania 35 - : für jetzt erst einmal Danke, für den Beitrag, die Schilderung Ihrer familiären Situation, insbesondere dann der Lage Ihrer Ältesten.
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Der Macht des Handys und seiner Möglichkeiten ist sicher viel zuzuschreiben - insofern ist ein kontrollierte Nutzung bei 13 - Jährigen meistens unerlässlich.
Durch die Vorgeschichte, von der Sie berichten, spielen offenbar noch weitere Faktoren eine Rolle.
Dazu schreibe ich jetzt nicht blitzschnell, auch aus aktuellem Zeitmangel.
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Ich mache mir einstweilen Gedanken zu Ihrem Anliegen.
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Zudem richten Sie Ihre Fragen ja nicht in erster Linie an uns Moderratorinnen, sondern an die mitlesende Elternschaft, die ja immer ausdrücklich gebeten und gefragt ist, ihre Sichtweise beizutragen.
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Bis bald, mit herzlichem Gruß und einem Willkommen! hier im Forum -
bke- Christian Koch